Masturbation


Tips fuer Frauen die noch keinen Orgasmus hatten
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Woman Masturbating with Pillow and Vibrator (16K)
Aus dem Buch "Sex for One: The Joy of Selfloving" von Betty Dodson.
Copyright 1987, 1983, 1974 von Betty Dodson.

Masturbation lohntsich!

Selbstbefriedigung ermöglicht es Frauen, die Reaktionen ihres eigenen Körpers kennen zu lernen. Gleichzeitig erlangen Sie damit auch ein hohes Maß an sexueller Freiheit. Es erlaubt Frauen außerdem, sexuelles Vergnügen zu erfahren, ohne dabei auf einen Partner angewiesen zu sein, und sexuelle Spannungen abzubauen, wenn sie es wollen. Masturbation kann sehr lehrreich sein, da es ihnen ihren eigenen Körper näher bringt und ihnen zeigt, wie er auf sexuelle Stimulation reagiert. Für viele normale und gesunde Frauen ist es außerdem der bevorzugte, vielleicht sogar der einzige Weg, einen Orgasmus zu erreichen. Viele Frauen erreichen ihre intensivsten Orgasmen durch Masturbation, weil sie sich dabei geistig und körperlich ideal stimulieren können, ohne sich um die Wünsche ihres Partners kümmern zu müssen. Masturbation ist überaus segensreich für Frauen, von deren Kindheit an bis ins hohe Alter. Eine Frau wird nicht immer einen Sexualpartner haben, sich selbst jedoch hat sie immer.

Warum frühes Erlernen wichtig ist!

Masturbation ist die erste und wichtigste sexuelle Fertigkeit, die ein Mädchen lernen sollte, da sie meist der Schlüssel dazu ist, andere Formen der Sexualität zu genießen. Idealerweise sollte Masturbation bereits vor dem Erreichen der Pubertät erlernt werden, doch leider lernen es viele Frauen all zu oft erst am Ende ihrer Teenagerjahre oder in den späten Zwanzigern. Der Grund, warum man es schon so früh lernen oder wenigstens davon wissen sollte ist, dass Teenager dadurch ein konstruktives Mittel haben, mit ihrem Geschlechtstrieb umzugehen. Daneben erhöht es ihr Bewußtsein gegenüber den ständigen Veränderungen ihres Körpers und verleiht ihnen ein gewisses Gefühl der Beherrschung darüber. Wenn ein Teenager weiß, wie sie sich selbst befriedigen kann, wird sie weniger wahrscheinlich dazu gezwungen werden, sich einen Sexualpartner zu suchen, bevor sie seelisch und körperlich dazu bereit ist obwohl Mädchen zwischen 10 und 14 ihre Menstruation bekommen, ist ihr Körper in Wirklichkeit erst einige Jahre später bereit für Schwangerschaft, Geburt und Kinderpflege. Masturbation gibt Mädchen eine Alternative zu sexueller Frustration oder Sex mit einem Partner.

Das Erlernen von Masturbation bis zum Orgasmus ist in frühen Jahren einfacher als im späteren Leben, wenn wir durch erlernte Sitten und Zwänge oft Hürden zu sexuellem Vergnügen und Orgasmus aufgebaut haben. Wenn wir älter und gebildeter werden neigen wir dazu, zu viel über die Dinge nachzudenken. Es ist in der Regel besser, Selbstbefriedigung zu erlernen und möglicherweise einen Höhepunkt zu erfahren, bevor man sich darüber und über die Meinung anderer dazu Gedanken macht. Manche Erfahrungen von Mädchen und Frauen können die Orgasmusfähigkeit beeinträchtigen. Wenn Masturbation bereits früh erlernt wurde, machen Mädchen oft damit weiter, auch wenn sie dabei Schuldgefühle haben oder sich vor Strafe fürchten, einfach weil es ihnen Freude und Entspannung bringt. Unschuld und Naivität haben durchaus ihre Vorteile.

Wie masturbieren Mädchen und Frauen?

Mädchen und Frauen masturbieren auf viele verschiedene Arten. Sie massieren zum Beispiel die Klitoris mit Händen und Fingern oder Reiben die Vulva an Kissen, Bettwäsche, Plüschtieren und Möbeln. Sie benutzen den Wasserstrahl der Dusche, Vibratoren und Dildos, um Vulva und Vagina zu stimulieren. Die Vagina spielt dabei meist eine untergeordnete Rolle, aber vaginale Einführung ist trotzdem nicht ungewöhnlich. Einige Frauen stimulieren zusätzlich ihren After und/oder ihre Brustwarzen. Sehr oft spielt die Fantasie eine große Rolle bei weiblicher Selbstbefriedigung. Das Gehirn ist das größte und wichtigste Sexualorgan und deshalb ist körperliche Stimulation alleine oft nicht ausreichend um einen Höhepunkt zu erreichen.

Der richtige Weg?

Es ist wichtig zu begreifen das es kein 'richtig' oder 'falsch' gibt. Manche Frauen denken, Sie müssten für einen Orgasmus mit einer bestimmten oder besseren Methode masturbieren, weil sie gehört haben, dass andere Frauen es so machen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Anatomie jeder Frau etwas anders ist, und die Psyche sich sehr unterscheidet. Das führt dazu, dass jede Frau sich auf andere Art selbst befriedigt, auch wenn sie dieselbe Grundtechnik benutzt.

Während manche Frauen mit verschiedenen Techniken zum Höhepunkt kommen, schaffen andere es nur mit einer ganz bestimmten Methode. Daran ist nichts falsch. Aufgrund der Unterschiedlichkeit des weiblichen Körpers kann es schwierig oder gar unmöglich sein, andere Techniken einzusetzen. Wenn Du mit Deiner jetzigen Methode zum Höhepunkt gelangst, kannst Du gerne andere Techniken ausprobieren, aber fühle Dich nicht verpflichtet, auch auf anderem Wege einen Orgasmus zu bekommen. Denke daran, Selbstbefriedigung sollte Freude und Vergnügen bereiten, egal wie Du es machst.

Woman Masturbating with Male Partner (17K)
Aus dem Buch "Sex for One: The Joy of Selfloving" von Betty Dodson.
Copyright 1987, 1983, 1974 von Betty Dodson.

Aus den falschen Gründen

Es gibt Frauen die aus den falschen Gründen masturbieren. Dies führt dazu, das sie nicht so häufig masturbieren, wie sie es könnten, sollten oder wollten. Wir haben oft negative Gefühle in Bezug auf Selbstbefriedigung und fühlen uns dabei schuldig. Frauen sind manchmal besorgt wegen der Tatsache, dass sie masturbieren oder darüber, wie oft sie es tun. Dies führt oft dazu, dass sie nicht so oft masturbieren, wie es ihnen emotional und physisch gut täte. Die Gründe werden im Folgenden näher untersucht.

Eine Frage von 'muss' oder 'kann'

Frauen benutzen häufig das Wort 'müssen' oder 'brauchen' um Masturbationsgewohnheiten zu beschreiben. Manche Frauen sagen 'Ich muss mich wöchentlich selbstbefriedigen' oder 'Ich muss jeden Tag masturbieren'. Da sie das Wort 'müssen' gebrauchen, versuchen sie unbewusst, die Häufigkeit der Selbstbefriedigung zu verteidigen. Wenn sie nicht müssten, würden sie nicht, zumindest nicht so oft. Sie erwecken damit den Eindruck als ob sie keine Wahl hätten. Andere Frauen sagen 'Ich brauche nur einmal im Monat masturbieren' oder 'Ich brauche nicht oft masturbieren'. Diese Frauen geben zu verstehen, dass sie eigentlich nicht masturbieren würden, höchstens als letzter Ausweg. Frauen, die sich mit Selbstbefriedigung wohl fühlen, würden es nicht vermeiden. Sie würden nicht solange darauf verzichten bis sie es absolut nicht mehr aushalten. Frauen, die 'müssen' verwenden, sagen damit, Masturbation macht man eigentlich nicht, selbst wenn sie regelmäßig masturbieren. Eine Frau die es für 'OK' hält sich selbst zu befriedigen, würde eher sagen 'Ich befriedige mich täglich' oder 'jede Woche'.

Mangel an Vergleichen und gesellschaftlicher Unterstützung

Trotz der sexuellen Revolution ist die weibliche Selbstbefriedigung immer noch ein Tabu. Obwohl manche Schlager, Filme und Fernsehshows weibliche Masturbation oder die Benutzung von Vibratoren zum Thema haben, ist es immer noch kein normaler Gegenstand einer Unterhaltung. Madonnas Berühren ihrer Genitalien auf der Bühne wurde eher als obszöne Geste betrachtet, anstatt als öffentliche Darstellung eines normalen sexuellen Aktes. Meiner Erfahrung nach spricht man eher über Buben und Männer in Zusammenhang mit Selbstbefriedigung als über Mädchen und Frauen. Es gibt auch kaum umgangssprachliche Wörter für die weibliche Selbstbefriedigung. Es ist normal, das Jungs und Männer masturbieren, und auch wenn es für Frauen und Mädchen akzeptiert ist, wird eher angenommen, dass sie es nicht tun. Da andere Frauen normalerweise nicht darüber sprechen nimmt man an, sie machen es nicht. Als Folge davon wird einer Frau von anderen vermeintlich nicht zugetraut, dass sie masturbieren könnte. Dadurch wächst in einem eventuell die Überzeugung, dass andere es nicht tun und auch man selbst es nicht tun sollte.

Woman Masturbating with Vibrator (17K)
Aus dem Buch "Sex for One: The Joy of Selfloving" von Betty Dodson.
Copyright 1987, 1983, 1974 von Betty Dodson.

Nur Single-Frauen masturbieren

Es gibt immer noch ein negatives soziales Stigma wenn man an 'Single-Frauen' denkt. Die Mehrheit der Frauen die ich kenne würden nicht alleine zu einer Veranstaltung gehen. Wie oft siehtst Du eine Frau alleine in einem Restaurant, Theater oder Kino im Vergleich zu alleinstehenden Männern? Es ist 'OK' alleinstehend zu sein, aber eigentlich würde man sie doch lieber mit einem Partner sehen. Es ist sozial akzeptiert, ein alleinstehender Mann zu sein. Das gilt für Frauen leider weniger. 'Da es so wenige alleinstehende Frauen gibt, und nur alleinstehende Frauen sich selbst befriedigen müssen, gibt es einfach sehr wenige Frauen die das tun.' Das ist natürlich nicht wahr, aber es zeigt, warum manche Frauen nicht masturbieren. Wenn sie einen Partner haben tun sie es nicht, da sie denken, sie sollten es dann nicht tun. Oder sie sind Single und würden damit Ihren Single-Status bestärken; wenn sie nicht Single wären, müssten sie sich nicht selbst befriedigen. Statt also zu masturbieren suchen sie sich lieber einen Partner. Das Resultat sind viele unglückliche Paare und sexuell unbefriedigte Frauen.

Masturbation bedeutet Untreue

Da Masturbation als Solo-/Kindheits-Aktivität gesehen wird, meinen manche Frauen dies wäre unangebracht, wenn Sie mit einem Partner zusammen sind. Selbstbefriedigung während einer Partnerschaft wird von manchen als Ehebruch gesehen. Dazu kommt noch der Glaube, dass doch der Partner all Deine sexuellen Bedürfnisse befriedigen sollte. Das ist zwar eine schöne Idee, aber leider sind Frauen in einer Partnerschaft häufig nicht sexuell befriedigt, egal wie liebevoll oder zärtlich der Partner ist. Es ist wichtig für Frauen zu wissen, dass es völlig OK ist, auch in einer Partnerschaft zu masturbieren und sie sollten es ohne Schuldgefühle tun. Andere Frauen und deren Partner tun es höchstwahrscheinlich auch.

Partnerschaft bedeutet weniger Selbstbefriedigung

Für viele Frauen, wenn nicht die meisten, wird sich die Häufigkeit mit der sie masturbieren nicht vermindern, wenn sie einen Partner bekommen. Manche bemerken sogar, dass sie sich häufiger befriedigen wenn sie einen Partner haben, da sie sich dadurch erotischer fühlen und der Wunsch nach sexuellem Vergnügen und Orgasmus gesteigert ist. Einen Partner zu haben bedeutet nicht, dass Selbstbefriedigung nicht mehr erfüllend ist oder es keine Zeiten mehr gibt, in denen man etwas alleine genießen möchte. Wenn man einen Partner hat muss dieser nicht der einzige Grund sein, einen Orgasmus zu haben, er braucht auch nicht bei jedem Orgasmus dabei sein, auch ist es nicht zwangsläufig nützlich, wenn er dabei ist. Du verleugnest nicht Deinen Partner, nur weil Du alleine einen Höhepunkt hast.

Selbstbefriedigung ist nicht nur eine sexuelle Aktivität wenn man alleine ist, sondern bedeutet auch, mit seinem Partner Vergnügen zu teilen. Viele genießen es, ihrem Partner zuzuschauen, wie er sich verwöhnt und haben großes Vergnügen dabei, mitzumachen. Wenn Du Deinen Partner dabei zusiehst, erfährst Du auch, welche Art von Stimulation ihm am besten gefällt. Das wissen, dass Dein Partner auch ohne Deine Bemühungen zum Höhepunkt kommt hilft dabei, Anspannung abzubauen und den Sex genussvoller für beide zu machen. Speziell junge Paare, die das Risiko einer Schwangerschaft und Übertragung von Krankheiten vermeiden wollen, finden in der Selbstbefriedigung eine Möglichkeit, sexuelle Freuden ohne diese Gefahren auszutauschen. Während einer Schwangerschaft können beide Partner zusammen masturbieren, wenn eine vaginale Vereinigung nicht mehr möglich oder gewünscht ist. Selbstbefriedigung soll immer als normaler Bestandteil eines partnerschaftlichen Sex betrachtet werden.

Zu wissen, wie man durch Selbstbefriedigung einen Höhepunkt erreicht, ist wichtig für Frauen. Oftmals ist es für sie erforderlich, während des Geschlechtsverkehrs ihre Klitoris zu stimulieren, wenn sie sich einen Orgasmus wünschen. Viele Stellungen erlauben dem Partner nicht, leicht oder bequem an ihre Vulva zu kommen. Es ist dann einfach leichter für die Frau, sich zu stimulieren. Zudem weiß sie selbst besser, wann und wie sie sich am besten stimuliert, ohne dies erst jemandem mitteilen zu müssen. Geschlechtsverkehr alleine reicht oftmals nicht aus, um eine Frau zum Höhepunkt zu bringen. Wenn eine Frau ihre Klitoris stimuliert sollte dies nicht als Zeichen dafür gewertet werden, dass ihr Partner sich nicht genug um sie sorgt oder sich nicht mit Sex auskennt. Wenn es überhaupt etwas bedeutet dann, dass diese Frau selbst Verantwortung für ihre sexuellen Freuden übernimmt.

Lesbian Couple Masturbating (15K)
Aus dem Buch "Sex for One: The Joy of Selfloving" von Betty Dodson.
Copyright 1987, 1983, 1974 von Betty Dodson.

Ein perfekter Partner bedeutet perfekten Sex

Es gibt Zeiten in allen Beziehungen, in denen ist der Partner nicht zum Sex verfügbar wenn man sich gerade danach sehnt (auch wenn er genau neben Dir liegt!). In einer Partnerschaft haben beide oft verschiedene sexuelle Bedürfnisse und Erwartungen gegenüber dem sexuellen Zusammensein. Deswegen befriedigen sich Frauen oft heimlich unter der Dusche oder in den frühen Morgenstunden, wenn ihr Partner schläft. Sich während einer Partnerschaft selbst zu befriedigen ist normal und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen; die meisten Frauen haben es irgendwann einmal gemacht. Es ist manchmal einfach notwendig. Nur deshalb nicht zu masturbieren weil man in einer Beziehung ist, schadet letztendlich Dir und Deinem Partner weil Du Deinen Partner insgeheim für Deine sexuelle Frustration verantwortlich machst. Während die sexuelle Frustration steigt, steigert sich auch die Frustration gegenüber der Partnerschaft. Ein Ende der Partnerschaft kann die Folge sein.

Frauen sind sexuell weniger aktiv als Männer

Obwohl es absolut falsch ist, ist es allgemein üblich anzunehmen, dass Frauen sexuell weniger aktiv sind. Wir sollen glauben, dass Frauen weniger an Sex denken und Sex weniger oft wollen. Die Gesellschaft schaut herablassend auf freizügige Frauen. Das führt dazu, dass Frauen meinen, sie sollten keine starken sexuellen Gefühle und Wünsche haben. Leider schämen sich viele Frauen zuzugeben, dass sie einen starken Geschlechtstrieb haben, dass sie 'Geil' sind. Das Resultat sind Frauen die ihre eigenen sexuellen Gefühle und Wünsche verleugnen. Auch wenn sich das sexuelle Verlangen einer Frau mit der Zeit aufgrund von Hormonen verändert, sind sie sexuell genauso aktiv wie Männer. Wenn eine Frau das akzeptiert wird sie viel lockerer mit ihrer eigenen Sexualität umgehen können und sich wohl fühlen mit ihrem Wunsch nach Masturbation und dessen Häufigkeit.

Geringer oder fehlender Sexualtrieb

Obwohl Frauen sehr sexuelle Wesen sind, sollte dies nicht die Hauptmotivation für Selbstbefriedigung sein. Der Hauptantrieb sollte die Tatsache sein das es sich einfach gut anfühlt. Frauen mit einem starken Sexualtrieb mögen häufiger masturbieren, aber sie tun dies nicht weil sie dazu getrieben werden, sondern weil es sich einfach gut anfühlt. Wenn es sich nicht gut anfühlen würde, würden sie es nicht machen. Eine Frau sollte nicht auf Masturbation verzichten, weil sie keinen starken Sexualtrieb hat. Auch wenn Du kein verlangen nach Partner-Sex hast, solltest Du trotzdem mit Dir selbst Sex genießen. Die Tatsache, dass Mädchen sich vor der Pubertät selbst befriedigen zeigt, dass es sich dabei nicht nur um eine Hormon gesteuerte Aktivität handelt. Mädchen tun es aus nur einem Grund: es fühlt sich gut an und ist entspannend. Da es sich wirklich gut anfühlt, gibt es auch für erwachsene Frauen keinen Grund, sich nicht selbst zu verwöhnen. Es ist nicht falsch, sich jeden Tag zu befriedigen oder auch weniger, je nach Lust und Laune. Es muss gar kein Orgasmus erzielt werden, damit Masturbation ein schönes Erlebnis ist. Masturbation kann auch schon darin bestehen, sich vor dem Einschlafen die Hand über die Vulva zu legen, einfach nur weil es sich gut anfühlt.

Anmerkung: Ein geringer oder fehlender Sexualtrieb und/oder fehlende genitale Empfindsamkeit kann ein Zeichen für einen geringen Testosteronspiegel sein.

Die wachsende Akzeptanz weiblicher Masturbation

Ich möchte nicht, dass man durch die obigen Aussagen den Eindruck erhält, dass alle Frauen eine schlechte Meinung von Masturbation haben oder dass sich Frauen häufiger selbst befriedigen müssten. Frauen entwickeln immer mehr eine positiver Einstellung zur Masturbation. Achtzig bis neunzig Prozent der jüngeren Frauen masturbieren zumindest gelegentlich. Wenn sich die Gelegenheit bietet, werden Frauen mit Stolz über ihre Masturbationsgewohnheiten reden, ohne die geringsten Schuldgefühle. Es scheint, dass immer mehr jungen Mädchen von Ihren Eltern erlaubt wird, zu masturbieren. Dadurch gibt es immer mehr erwachsene Frauen, die Selbstbefriedigung so normal finden wie das Atmen. Zudem kenne ich eine Reihe von Müttern, die voller Stolz verfolgen, wie ihre Töchter bereits in jungen Jahren lernen, sich selbst zu befriedigen. Die positive Einstellung überträgt sich auf ihre Töchter. Meine Aussagen sollen lediglich helfen, Frauen ein besseres Gefühl zu Masturbation zu vermitteln (und bei Männern Verständnis für die weibliche Masturbation zu wecken). Sie sollen jedoch nicht denken, masturbieren zu müssen um glücklich zu sein, oder täglich masturbieren zu müssen, damit es etwas nützt. Ich möchte nur, dass Frauen (und Männer) Masturbation als natürlich ansehen, egal ob sie sich selbst befriedigen, denn auch ihre Freundinnen, Schwestern und Töchter tun es höchst wahrscheinlich.

Kinder und Privatsphäre

In allen Artikel und Büchern zum Thema 'Masturbation bei Kindern' wird den Eltern empfohlen, ihren Kindern zu sagen, dass es sich dabei um eine normale Betätigung handelt, die man für sich alleine, 'im privaten' macht. Ich verstehe, warum sie das empfehlen, aber dabei wird ein wichtiger Punkt übersehen: Kleine Kinder haben keine Privatsphäre. Wenn Du die Kinder badest, anziehst, ihnen Nase und Hintern putzt und ohne anzuklopfen in das Kinderzimmer kommst, wieviel Privatsphäre haben sie dann noch? Kann man erwarten, dass sie die Idee der Privatsphäre verstehen? Dadurch senden wir unseren Kindern zweideutige Signale. Kleine Kinder werden wahrscheinlich glauben ihre Eltern wollen nicht, dass sie masturbieren. Wenn es normal ist, warum dann verbergen? Warum wollen ihre Eltern nicht sehen, dass sie sich selbst verwöhnen, wenn es doch normal ist und jeder es tut? Wenn es wirklich normal ist, müssen Eltern auch so damit umgehen.

Kinder werden das, was sie zuhause mit ihren Eltern und Geschwistern machen, als privat ansehen, da sie ja nicht in der Öffentlichkeit sind. Sie können im Wohnzimmer masturbieren, wenn niemand dabei ist, doch wenn jemand herein kommt wird ihnen vorgeworfen, es nicht privat zu tun. Ein junges Mädchen begann vor ihrer älteren Schwester zu masturbieren. Als ihre Schwester ihr sagte, sie solle das bleiben lassen antwortete sie, es wäre doch in Ordnung, da sie ja beide Mädchen sind. Wenn man schon zusammen schläft, badet, sich anzieht und auf's Klo geht, warum dann Selbstbefriedigung verbergen? Kinder haben oft eine andere und ehrlichere Auffassung von Sex und Masturbation als Erwachsene.

Vielleicht ist es das Beste, Kindern zu empfehlen, nur in ihrem Zimmer oder beim Baden zu masturbieren anstatt zu sagen 'mache das privat'. Lege passende Zeiten und Orte fest. Wenn sie sich nicht daran halten, schimpfe nicht, sondern lenke sie mit etwas anderem ab. Wenn Du nichts Besseres für sie zu tun hast, dann solltest Du sie besser in Ruhe lassen.

Sex im Mutterleib - unvorstellbar?

Das folgende Zitat wurde im Buch The Clitoral Truth by Rebecca Chalker veröffentlicht; das Original erschien in einem Brief im American Journal of Obstetrics and Gynecology 175, Sept 1996 Seite 753.

"Kürzlich beobachteten wir einen weiblichen Fötus in der 32. Schwangerschaftswoche, wie es die Vulva mit den Fingern seiner rechten Hand berührte. Die liebkosende Bewegung konzentrierte sich auf die Region der Klitoris. Die Bewegungen stoppten nach 30 bis 40 Sekunden und begannen kurz darauf erneut. Diese leichten Berührungen wiederholten sich weiter und waren verbunden mit kurzen, steifen Bewegungen von Becken und Beinen. Nach einer erneuten Pause spannte der Fötus die Muskeln von Rumpf und Gliedmaßen an, worauf ein Höhepunkt mit schnellen Muskelkontraktionen des Körpers folgte. Schließlich entspannte es sich und ruhte sich aus. Wir [mehrere Ärzte und die Mutter] beobachteten dieses Verhalten etwa 20 Minuten lang."

Dies deutet darauf hin, dass Mädchen, genau wie Jungen, bereits bei der Geburt ein gewisses sexuelles Bewusstsein haben. Sie können bereits wissen was sexuelles Vergnügen ist, und wie sie es erreichen. Möglicherweise sind fötales Daumen lutschen und Masturbation gleich wichtig und nützlich für den entwickelnden Fötus? Wenn ein Mädchen ihre Vulva berührt, wird sie sich erst in diesem Augenblick dessen bewusst oder zeigt sie, was sie bereits vor der Geburt wusste oder lernte? Was sind die psychologischen Konsequenzen, wenn man ihr die Hand weg stößt? Würden wir das Gleiche machen, wenn sie Daumen lutscht? Diese eine unklare Aufzeichnung fötaler Sexualität fordert unsere Auffassung von menschlicher Sexualität heraus, wenn sie sie nicht gar vernichtet.


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